Kaizen

Kaizen: Verbesserungsprozesse gestalten

Kaizen – als Gesamtorganisation immer besser werden

Kaizen ist Japanisch und bedeutet wörtlich "Wandel zum Besseren". Im deutschen Sprachraum spricht man auch vom kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Es handelt sich um eine japanische Denkweise, die über den Wirtschaftstheoretiker Imai Masaaki (*1930) einem breiten Publikum bekannt geworden ist.

Der Fokus dieses Modells liegt auf einer Stärkung des betrieblichen Vorschlagswesens. Alle Mitarbeiter eines Unternehmens werden dazu ermutigt, täglich Verbesserungspotential zu suchen und angstfrei Veränderungsvorschläge zu machen.  Kaizen setzt also einen sehr kooperativen Führungsstil voraus. Das lohnt sich, denn der Arbeiter an der Werkbank kennt sein Umfeld am besten.

Seine Vorschläge können oft wirklich nachhaltige Wettbewerbsvorteile einleiten. Beim Kaizen geht es auch um Kostensenkung und eine optimale Auslastung des Personals. Kaizen macht Unternehmen effizienter.
Die Verschwendung stoppen

Im Rahmen des Kaizen gibt es zahlreiche Modelle, die ein Unternehmen besser machen können, wenn sie richtig verstanden und angewendet werden: Just-in-Time (JIT), Total Productive Maintenance (TPM), die Checklisten 7-W und 3-Mu, das Ishikawa-Diagramm und mehr. Hier soll nur am Beispiel der sogenannten 8V-Regel ganz kurz angedeutet werden, wie Kaizen funktioniert.

Die 8V-Regel beinhaltet acht Formen der Verschwendung (japanisch: Muda), die durch Übung und Aufmerksamkeit vermieden werden können.
Muda entsteht durch:

❏ Überproduktion
❏ überhöhte Lagerhaltung
❏ überflüssige Transporte
❏ unnötige Wartezeiten
❏ fehlerhafte Teile
❏ überflüssige und falsche Bewegungsabläufe
❏ einen ineffizienten Herstellungsprozess
❏ falsch oder nicht genutzte Talente

Ein Betrieb, der Kaizen richtig praktiziert, wird nicht nur besser im Hinblick auf die Qualität seiner Produkte, er spart auch Zeit und Kosten. Er produziert nachhaltiger und letztlich erfolgreicher als sein Konkurrent, der Kaizen nicht kennt.